lehmputz für gesundes Wohnen

Gesundes Raumklima durch natürliche Baustoffe

Lehmputz ist ein natürlicher Innenputz für Wand- und Deckenflächen und zählt zu den ältesten Baustoffen der Welt. Heute gewinnt Lehm wieder an Bedeutung, weil gesundes Wohnen, ökologische Materialien und ein angenehmes Raumklima immer wichtiger werden.

Als diffusionsoffener Wand- und Deckenputz kann Lehm Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen und bei trockener Luft wieder abgeben. Dadurch unterstützt Lehmputz ein ausgeglichenes Raumklima, reduziert Feuchtigkeitsspitzen und kann Bedingungen verringern, die Schimmelbildung begünstigen. Auch für Menschen mit Allergien kann Lehmputz eine gute Wahl sein.

Lehmputz ist mineralisch, emissionsarm, antistatisch und frei von synthetischen Bindemitteln. Da er zudem recyclingfähig und reversibel ist, lässt er sich wieder lösen, ausbessern und erneut verarbeiten. Damit verbindet Lehmputz natürliche Gestaltung, gesundes Wohnen und nachhaltiges Bauen.

Für den passenden Lehmputzaufbau bieten wir ein abgestimmtes Produktsortiment mit Lehm-Armiermörtel 515, Lehm-Grundputz 510 grezzo, Lehm-Deckputz 520, Lehm-Deckputz 530 blanco sowie der Lehmbauplatte D22. Für die farbliche Gestaltung stehen 18 ausgewählte Farbtöne aus der #1923 Kollektion zur Verfügung.

Lehmputz Flyer

Lehmputz Farbkollektion #1923

rund 19’000 m² Lehmputz im einsatz

Lehmputz in der Praxis

Das Referenzprojekt Eichhof West in Kriens zeigt Lehmputz im grossen Massstab: natürlich, wohngesund und mit einer ruhigen Oberfläche für moderne Innenräume.

Ihr ansprechpartner

Kompetente Beratung von der Idee bis zur Umsetzung

Mino Mazzeo

Conseiller technique
Construction durable

Grundlagen und Eigenschaften 

Häufig gestellte Fragen

  • Was ist Lehmputz?

    Lehmputz ist ein natürlicher, mineralischer Innenputz für Wände und Decken. Er besteht hauptsächlich aus Lehm mit Tonmineralen, Sand und je nach Produkt weiteren mineralischen oder pflanzlichen Bestandteilen. Lehmputz wird im Innenraum eingesetzt und ist diffusionsoffen, also dampfdurchlässig. Er trocknet durch den Verlust von Wasser. Dadurch lässt er sich bei Bedarf wieder anfeuchten und bearbeiten. Lehmputz nimmt Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und gibt sie wieder ab.

  • Welche Vorteile hat Lehmputz für das Raumklima?

    Lehmputz unterstützt das Raumklima vor allem durch seine Fähigkeit bis zu 9x mehr Feuchtigkeit aufzunehmen als Gips und wieder abzugeben. Diese Eigenschaft dämpft Feuchtigkeitsspitzen, zum Beispiel nach dem Duschen, Kochen oder Schlafen. Fachleute nennen dieses Verhalten hygroskopisch. Zusätzlich ist Lehmputz diffusionsoffen und trägt zu einer natürlichen Wand- und Deckenoberfläche bei. Entscheidend bleibt der passende Untergrund, der fachgerechte Aufbau der Putzschichten und eine saubere Verarbeitung. Regelmässiges Lüften bleibt auch bei Lehmputz wichtig

  • Ist Lehmputz gesund und gut für die Wohngesundheit?

    Lehmputz gilt als wohngesunder Baustoff, weil er aus natürlichen mineralischen Rohstoffen besteht und emissionsarm ist. Er gibt also nur geringe Mengen flüchtiger Stoffe an die Raumluft ab. Üblicherweise ist Lehmputz frei von Lösungsmitteln. Zugleich sorgt sein zurückhaltendes, ruhiges Erscheinungsbild für eine behagliche Atmosphäre, die in Wohn- und Arbeitsräumen geschätzt wird. Die genauen Eigenschaften hängen vom jeweiligen Produkt ab.

  • Kann Lehmputz Gerüche neutralisieren?

    Lehmputz kann Geruchsstoffe teilweise aufnehmen und so zu einer angenehmeren Raumluft beitragen. Verantwortlich dafür sind die offenporige Struktur und die Tonminerale im Lehm, die solche Stoffe an ihrer Oberfläche anlagern. Diesen Vorgang nennt man Adsorption. Fachlich spricht man dabei eher von einer Geruchsminderung als von einer vollständigen Geruchsneutralisation. Lüften und das Beseitigen der Geruchsquelle bleiben weiterhin sinnvoll. Bei starken oder dauerhaften Gerüchen sollten Ursache, Nutzung und Raumlüftung separat geprüft werden.

  • Welche Nachteile und Grenzen hat Lehmputz?

    Die Nachteile und Grenzen von Lehmputz zeigen sich vor allem bei direkter Wasserbelastung, hoher mechanischer Beanspruchung und ungeeigneten Untergründen. Für solche Flächen eignen sich andere Systeme besser. Auch Schichtaufbau, Trocknung und Oberfläche sollten sorgfältig geplant werden. Innerhalb dieser Grenzen ist Lehmputz für viele Innenräume gut geeignet. Für kritische Bereiche empfiehlt sich eine Beurteilung im Einzelfall.

  • Was ist der Unterschied zwischen Lehmputz, Kalkputz und Gipsputz?

    Der Unterschied zwischen Lehmputz, Kalkputz und Gipsputz liegt vor allem im Bindemittel, also dem Stoff, der den Putz zusammenhält, in der Wasserfestigkeit und in der Art der Aushärtung. Lehmputz trocknet durch Wasserverlust und bleibt durch Anfeuchten bearbeitbar. Kalkputz härtet durch Carbonatisierung aus, also durch die Aufnahme von Kohlendioxid aus der Luft. Er reagiert dabei basisch und kann so Schimmel hemmen. Gipsputz härtet chemisch aus, lässt sich gut verarbeiten und ist empfindlicher gegenüber Feuchtigkeit.

  • Ist Lehmputz Schimmelresistent?

    Lehmputz kann durch seine Fähigkeit zur Aufnahme und Abgabe von Feuchtigkeit dazu beitragen, Feuchtigkeitsspitzen im Raum zu reduzieren. Dadurch werden Bedingungen, die Schimmelbildung begünstigen können, verringert. Aufgrund seines ausgeglichenen Feuchteverhaltens wird Lehmputz zudem häufig von Allergikern geschätzt und kann zu einem angenehmen Raumklima beitragen.

Einsatzbereiche

  • In welchen Räumen eignet sich Lehmputz?

    Lehmputz eignet sich vor allem für Innenräume wie Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Arbeitszimmer und Eingangsbereiche. Besonders sinnvoll ist Lehmputz dort, wo ein natürliches Raumgefühl, eine matte mineralische Oberfläche und ein ausgeglichenes Feuchteverhalten gewünscht sind. Auch in hochwertigen Wohn- und Objektbereichen lässt er sich gestalterisch einsetzen. Für stark beanspruchte oder dauerhaft feuchte Räume sollte der Einsatz objektbezogen geprüft werden.

  • Kann Lehmputz im Badezimmer angewendet werden?

    Lehmputz kann im Badezimmer eingesetzt werden und eignet sich dort vor allem für Flächen abseits von direktem Spritzwasser. Sein Vorteil liegt im Feuchtigkeitsaustausch mit der Raumluft, also im Aufnehmen und Abgeben von Wasserdampf. In Bereichen mit direktem Wasserkontakt wie Duschen oder hinter Badewannen sollten wasserdichte Systeme genutzt werden. Die Eignung hängt von Nutzung, Lüftung und Spritzwasserbelastung ab und sollte vor der Ausführung fachlich geprüft werden.

  • Eignet sich Lehmputz für Altbauten, Neubauten und Sanierungen?

    Lehmputz eignet sich sowohl für Altbauten als auch für Neubauten und Sanierungen im Innenbereich. In Neubauten wird er häufig eingesetzt, wenn natürliche Materialien, wohngesunde Oberflächen und ein angenehmes Raumklima gewünscht sind. Bei Altbauten und Sanierungen kann Lehmputz bestehende Innenräume aufwerten und durch seine Fähigkeit zur Aufnahme und Abgabe von Feuchtigkeit zu einem ausgeglichenen Raumklima beitragen. Voraussetzung ist ein geeigneter Untergrund sowie ein fachgerecht geplanter Systemaufbau. Die Wahl des passenden Lehmputzes richtet sich nach Nutzung, Untergrund und den gewünschten Oberflächeneigenschaften. Vor der Ausführung sollten die objektspezifischen Gegebenheiten geprüft werden.

Untergrund und Verarbeitung

  • Auf welchen Untergründen kann Lehmputz verarbeitet werden?

    Lehmputz kann auf geeigneten, tragfähigen und meist mineralischen Innenuntergründen verarbeitet werden, sofern diese richtig vorbereitet sind. Entscheidend sind Haftung, Saugverhalten, Ebenheit, Festigkeit und die Verträglichkeit des gesamten Putzaufbaus. Je nach Ausgangslage sind Vorbehandlungen nötig, zum Beispiel Reinigung, Grundierung oder ein Armierungsgewebe, also eine Gewebeeinlage zur Verstärkung. Bei Renovationen ist zusätzlich zu prüfen, ob bestehende Altputze, Spachtelungen oder Beschichtungen geeignet sind. Für die Beurteilung des Untergrunds und die Wahl des geeigneten Aufbaus unterstützt Sie gerne unser Fachberater der Granol AG.

  • Wie muss der Untergrund für Lehmputz vorbereitet werden?

    Der Untergrund für Lehmputz muss tragfähig, sauber, trocken und frei von Staub, Verschmutzungen sowie haftungsmindernden Schichten sein. Entscheidend sind eine ausreichende Festigkeit, ein geeignetes Saugverhalten und eine gute Haftung zwischen Untergrund und Putzaufbau. Je nach Untergrund können Vorbehandlungen wie Grundierungen, Haftbrücken oder Armierungsgewebe erforderlich sein. Bei Renovationen sollten bestehende Altputze und Beschichtungen auf ihre Eignung geprüft werden. Die Anforderungen an die Untergrundvorbereitung richten sich nach dem jeweiligen Systemaufbau und den Gegebenheiten vor Ort.

  • Kann Lehmputz auf Gipskartonplatten oder Fermacellplatten verarbeitet werden?

    Ja, Lehmputz kann auf geeigneten Trägerplatten wie Gipskartonplatten oder Fermacell verarbeitet werden. Voraussetzung ist ein systemkonformer Plattenaufbau mit tragfähigem, sauberem und trockenem Untergrund. Danach folgen SOL-Tiefgrund, Lehm-Armiermörtel 515, optional mit eingebettetem Armierungsgewebe, und Lehm-Deckputz 530 blanco. So lässt sich ein schlanker Lehmputzaufbau auf Trockenbauplatten realisieren.

  • Kann Lehmputz auf Lehmbauplatten verarbeitet werden?

    Ja, Lehmputz kann auf geeigneten Lehmbauplatten verarbeitet werden. Die Lehmbauplatte D22 eignet sich zum Beplanken von Holz und Metallständerkonstruktionen im Innenbereich und bildet damit eine passende Trägerplatte für natürliche Wand und Deckenkonstruktionen. Der genaue Putzaufbau wird je nach Konstruktion, Nutzung und Anforderungen des Projekts festgelegt.

Gestaltung und Oberflächen

Pflege und Unterhalt

  • Wie pflegt und repariert man Lehmputz?

    Lehmputz pflegt man vor allem schonend und trocken. Da Lehmputz reversibel ist kann man kleinere Schäden meist lokal reparieren. Staub entfernt man mit einem weichen Pinsel oder einer Bürste. Eine feuchte Reinigung ist je nach Oberfläche eingeschränkt möglich. Beschädigte Stellen können angefeuchtet und mit geeignetem Lehmmaterial ausgebessert werden. Bei farbigen oder fein strukturierten Flächen empfiehlt sich dafür eine fachliche Beurteilung, damit die Reparatur möglichst unauffällig wirkt. Für Fragen zur geeigneten Vorgehensweise unterstütz Sie gerne unser Fachberater für nachhaltiges Bauen.

  • Wie widerstandsfähig ist Lehmputz im Alltag?

    Lehmputz ist bei normaler Nutzung im Wohn- und Objektbereich ausreichend widerstandsfähig und langlebig. Wie andere mineralische Innenputze kann er jedoch durch starke mechanische Beanspruchung beschädigt werden. Kleinere Kratzer oder Druckstellen lassen sich häufig lokal ausbessern, da Lehmputz durch Anfeuchten wieder bearbeitbar ist. Die Widerstandsfähigkeit hängt unter anderem von der gewählten Oberfläche, der Schichtstärke und der Nutzung des Raumes ab. Für Bereiche mit hoher mechanischer Belastung sollte die Eignung des Systems im Einzelfall geprüft werden.

Kosten und Planung

  • Was kostet Lehmputz?

    Was Lehmputz kostet, hängt von Fläche, Untergrund, Putzaufbau, Oberflächenanforderung und Verarbeitung ab. Der Preis wird deshalb für jedes Projekt individuell ermittelt. Für eine verlässliche Einschätzung empfiehlt sich eine objektspezifische Offerte. Eine Bemusterung kann helfen, die gewünschte Oberfläche und den damit verbundenen Aufwand frühzeitig festzulegen.

  • Wie läuft die Planung eines Lehmputzprojekts ab?

    Die Planung eines Lehmputzprojekts beginnt mit der Beurteilung von Untergrund, Nutzung und gewünschten Oberflächen. Anschliessend werden der geeignete Putzaufbau sowie Farben und Strukturen festgelegt. Eine Bemusterung erleichtert die Auswahl und schafft Sicherheit bezüglich Optik und Ausführung. Bei der Planung und Materialwahl unterstützt Sie gerne unser Fachberater für nachhaltiges Bauen.