
K5 Woodtherm ist ein verputztes Fassadenwärmedämmsystem mit Holzfaserdämmplatten. Es verbindet Wärmedämmung, sommerlichen Hitzeschutz, Schallschutz und einen diffusionsoffenen Systemaufbau. Das System eignet sich für verputzte Aussenfassaden im Neubau und in der Sanierung.
Holz gehört zu den ältesten Baumaterialien überhaupt. Als Dämmstoff zeigt der natürliche Rohstoff, wie zeitgemäss eine nachhaltige Gebäudehülle sein kann. Mit K5 Woodtherm bringt Granol die Holzfaserdämmung an die Fassade. Das verputzte Fassadenwärmedämmsystem verbindet Dämmplatte, Befestigung, Bewehrung und Putz zu einem aufeinander abgestimmten Systemaufbau.
Die leichte, verputzbare Holzfaserdämmplatte reduziert im Winter die Wärmeverluste und spielt ihre besondere Stärke im Sommer aus. Sie nimmt Wärme auf, speichert sie und gibt sie zeitlich verzögert wieder ab. So heizen sich die Innenräume langsamer auf. K5 Woodtherm verbindet damit gute Dämmleistung, sommerlichen Hitzeschutz und den nachwachsenden Rohstoff Holz in einem Fassadensystem.
K5 Woodtherm live in unserer Ausstellung granolexpo
Holzfaserdämmung versteht man am besten vor Ort, mit dem Blick auf den kompletten Aufbau. In unserer Ausstellung granolexpo steht dafür ein Mockup des Fassadensystems, ein realer Musteraufbau in Originalgrösse. Er zeigt alle Schichten im Schnitt, von der Befestigung über die Holzfaserdämmung und die Bewehrung bis zum fertigen Putz. So wird sichtbar, was an der fertigen Fassade verborgen bleibt.
Unsere Fachberater begleiten Ihren Besuch und beantworten Fragen zu Aufbau, Planung und Verarbeitung. Melden Sie sich einfach vorab an.
- Was ist Holzfaserdämmung?
Holzfaserdämmung ist ein Dämmstoff aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Dafür wird Nadelholz zu einzelnen Fasern aufgeschlossen und zu formstabilen Dämmplatten verarbeitet. Zwischen den Holzfasern ist Luft eingeschlossen, die den Wärmetransport reduziert. Holzfaser zählt zu den organischen Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen. Ihre besonderen Stärken liegen beim sommerlichen Hitzeschutz, bei der Wärmespeicherung, beim Feuchteverhalten und beim Schallschutz.
- Was ist K5 Woodtherm?
K5 Woodtherm ist das verputzte Holzfaser-Fassadensystem von Granol. Es verbindet Dämmung, Befestigung, Armierung und Putz zu einem aufeinander abgestimmten Fassadenwärmedämmsystem. Als Dämmstoff kommen verschiedene Holzfaserdämmplatten zum Einsatz. Der genaue Aufbau richtet sich nach dem Untergrund, der Gebäudekonstruktion und den Anforderungen des jeweiligen Objekts.
- Woraus besteht die Holzfaserdämmplatte und wie wird sie hergestellt?
Hauptbestandteil der Holzfaserdämmplatten ist unbehandeltes Tannen- und Fichtenholz aus PEFC-zertifizierter Waldwirtschaft. Ein geringer Anteil Bindemittel sorgt für die Formstabilität, während Paraffin die wasserabweisenden Eigenschaften verbessert. Für die Herstellung wird das Holz zu Fasern aufgeschlossen und im Trockenverfahren zu leichten, formstabilen Platten gepresst.
- Wie gut dämmt Holzfaser und warum schützt sie im Sommer vor Hitze?
Mit einer Wärmeleitfähigkeit von λ 0,037 W/(m·K) erreicht die Holzfaserdämmplatte Thermowall-L eine gute Dämmleistung für die Aussenfassade. Ihre besondere Stärke zeigt sich im Sommer. Dank einer spezifischen Wärmespeicherkapazität von 2100 J/(kg·K) nimmt sie viel Wärme auf und gibt diese zeitlich verzögert und abgeschwächt nach innen weiter. Dadurch heizen sich die Innenräume langsamer auf und bleiben an warmen Tagen länger angenehm.
- Ist Holzfaserdämmung diffusionsoffen?
Der Dampfdiffusionswiderstand von μ 3 macht die Thermowall-L sehr diffusionsoffen. Die Platte unterstützt den Wasserdampftransport und die Austrocknungsfähigkeit der Wandkonstruktion. Voraussetzung dafür ist ein bauphysikalisch richtig geplanter und fachgerecht ausgeführter Gesamtaufbau. Die Diffusionsoffenheit trägt damit zu einem ausgewogenen Feuchteverhalten der Konstruktion bei.
- Verbessert Holzfaserdämmung den Schallschutz?
Dank ihrer dichten und offenporigen Faserstruktur kann Holzfaserdämmung den Schallschutz einer Aussenwand verbessern. Schallwellen werden innerhalb des Materials gedämpft, wodurch sich die Übertragung von Strassen-, Bahn- oder Umgebungslärm in die Innenräume reduzieren kann. Wie gross die Verbesserung ausfällt, hängt vom vollständigen Wandaufbau sowie von Fenstern, Anschlüssen und weiteren Bauteilen ab.
- Ist Holzfaserdämmung brennbar?
Als organischer Dämmstoff ist Holzfaser grundsätzlich brennbar. Die Granol Holzfaserdämmplatten sind gemäss EN 13501-1 in die Euroklasse E eingestuft. Im fertig ausgeführten System K5 Woodtherm wird die Dämmplatte durch den abgestimmten Bewehrungs- und Putzaufbau vollständig überdeckt. Welche Brandschutzmassnahmen erforderlich sind, hängt vom Gebäude, seiner Nutzung und den geltenden VKF-Brandschutzvorschriften ab.
- Ist Holzfaser witterungsbeständig?
Die Grundputz- und Deckputzschichten schützen die Holzfaserdämmung vor Regen, Sonne und Frost. Während der Lagerung und Montage müssen die noch unverputzten Platten vor Bewitterung und anhaltender oder starker Durchfeuchtung geschützt werden. Besondere Aufmerksamkeit benötigen horizontale Flächen, obere Plattenkanten und offene Anschlüsse.
- Wie nachhaltig ist Holzfaserdämmung und speichert sie CO2?
Der nachwachsende Rohstoff Holz nimmt während seines Wachstums CO2 aus der Atmosphäre auf und speichert den darin enthaltenen Kohlenstoff. Wird das Holz als Dämmstoff verbaut, bleibt dieser Kohlenstoff während der Nutzungsdauer in der Platte gebunden. Für die Holzfaserdämmplatten wird Holz aus PEFC-zertifizierter Waldwirtschaft verwendet. Die gesamte Umweltbilanz hängt zusätzlich von Herstellung, Systemaufbau, Nutzungsdauer und späterer Verwertung ab.
- Was bedeuten PEFC und natureplus?
PEFC bestätigt, dass das eingesetzte Holz aus kontrollierten und verantwortungsvoll bewirtschafteten Quellen stammt. Das Zertifizierungssystem berücksichtigt ökologische, wirtschaftliche und soziale Anforderungen an die Waldbewirtschaftung. Natureplus ist ein Qualitätszeichen für nachhaltige und gesundheitlich geprüfte Bauprodukte. Dabei werden unter anderem die Rohstoffe, Inhaltsstoffe, Emissionen und Herstellungsverfahren beurteilt.
- Was passiert mit der Holzfaserdämmung am Ende der Nutzung?
Bei einem geeigneten und möglichst sortenreinen Rückbau kann die Holzfaserdämmplatte wiederverwertet werden. Abhängig vom Zustand der ausgebauten Platten ist eine stoffliche oder energetische Nutzung möglich. Die konkrete Verwertung richtet sich nach anhaftenden Beschichtungen und den zum Zeitpunkt des Rückbaus verfügbaren Recyclingwegen.
- Für welche Gebäude und Untergründe eignet sich K5 Woodtherm?
Vorgesehen ist K5 Woodtherm für verputzte Aussenfassaden im Neubau und in der Sanierung. Das System kann auf geeigneten mineralischen Untergründen wie Mauerwerk oder Beton eingesetzt werden. Auch für geeignete vollflächige Untergründe im Holzbau sind entsprechende Aufbauten möglich. Voraussetzung ist ein tragfähiger, trockener und fachgerecht vorbereiteter Untergrund. Eignung und Befestigung werden objektbezogen geprüft.
- Welche Dämmdicken sind erhältlich?
Die Holzfaserdämmplatten im Granol-Produktprogramm sind in Dämmdicken von 40 bis 240 Millimetern erhältlich. Die passende Dämmstärke richtet sich nach dem bestehenden Wandaufbau, dem angestrebten U-Wert und den energetischen Anforderungen des Gebäudes. Unser Fachteam berechnet die erforderliche Dämmdicke objektbezogen.
- Wie ist K5 Woodtherm aufgebaut?
Vier aufeinander abgestimmte Bereiche bilden das Fassadensystem K5 Woodtherm. Die Klebeschicht und die Verdübelung verbinden die Dämmplatten mit dem vorhandenen Untergrund. Darauf folgt die Dämmschicht. Eine Grundputzschicht aus Mörtel und eingebettetem Glasfasergewebe stabilisiert die Oberfläche. Den Abschluss bildet der Deckputzaufbau, der das System vor Witterung schützt und das Erscheinungsbild der Fassade bestimmt.
- Wie wird K5 Woodtherm verarbeitet?
Bei der Verarbeitung werden die Holzfaserdämmplatten dicht gestossen und mit versetzten Fugen verlegt. Auf geeigneten mineralischen Untergründen erfolgt die Befestigung gemäss Systemvorgabe durch Verklebung und mechanische Sicherung. Bei geeigneten Untergründen im Holzbau richtet sie sich nach dem vorgesehenen Systemaufbau. Mit passendem Werkzeug lassen sich die Platten präzise an Gebäudeecken, Öffnungen und Anschlüsse anpassen.
- Wo kann ich K5 Woodtherm und den Systemaufbau ansehen?
In unserer Ausstellung granolexpo in Sursee ist ein realer Musteraufbau von K5 Woodtherm ausgestellt. Er zeigt die Holzfaserdämmplatte, die Befestigung und den fertigen Putzaufbau. Dadurch lassen sich die einzelnen Systemkomponenten direkt betrachten und Fragen zu Aufbau, Verarbeitung und Planung mit unserem Fachteam klären. Vereinbaren Sie dazu bitte einen Termin in unserer Ausstellung granolexpo.
- Welche Grenzen hat Holzfaserdämmung?
Zu beachten ist vor allem der notwendige Feuchteschutz während Lagerung und Montage. Die Holzfaserdämmplatten eignen sich nicht für den direkten Einsatz im Erdreich oder in dauerhaft feuchtebelasteten Sockel- und Spritzwasserbereichen. Dort kommen geeignete Sockeldämmplatten und abgestimmte Abdichtungssysteme zum Einsatz. Auch Brandschutz, Anschlüsse und Befestigung müssen objektbezogen geplant werden. Gegenüber Dämmstoffen mit einer niedrigeren Wärmeleitfähigkeit kann für die gleiche Dämmwirkung eine grössere Dämmdicke erforderlich sein.
- Was kostet eine Dämmung mit K5 Woodtherm?
Massgebend für die Kosten sind die Fassadenfläche, die notwendige Dämmdicke, der Untergrund, die Befestigung, die Anschlüsse und die gewählte Verputzoberfläche. Ein pauschaler Quadratmeterpreis lässt sich deshalb nicht konkret angeben. Für eine belastbare Kostenschätzung braucht es eine objektbezogene Beurteilung. Unser Fachteam erarbeitet nach Aufnahme der Rahmenbedingungen den passenden Systemvorschlag.
- Wie laufen Beratung und Planung ab?
Zu Beginn prüft unser Fachteam den vorhandenen Untergrund und die Anforderungen des Gebäudes. Danach werden der geeignete System- und Putzaufbau sowie die erforderliche Dämmdicke festgelegt. Auch Brandschutz, Sockel, Anschlüsse, Befestigung und Oberflächengestaltung fliessen in die Planung ein. Nehmen Sie dazu Kontakt mit der Fachberatung auf.


