
Aussergewöhnlich in ihrer mineralischen Zusammensetzung, Struktur und Haptik weichen Kratz- und Waschputze von standardisierten Putzsystemen ab und etablieren sich als architektonische, hochwertige Veredelung von Fassadenoberflächen.
Das Material macht den Unterschied
Das auf Weisskalkhydrat, Kalkstein, Weisszement und verschiedenen Sanden basierende Verputzmaterial ist mit mineralischen Pigmenten einfärbbar und kann mit dekorativen Zuschlagstoffen oder Effektmaterialien (Glimmer, Buntglas, Glitter etc.) zusätzlich veredelt werden. Das dickschichtige Verputzsystem erfüllt höchste Ansprüche an die Mineralität, Dauerhaftigkeit und Ökologie der Fassadenbeschichtung. Die ausgewiesene hohe Diffusionsoffenheit, Brandsicherheit und mechanische Resistenz verschafft den Kratz- und Waschputzen eine Sonderstellung bei den Verputzsystemen. Sie lassen sich für alle Gebäudearten und -höhen im Neu- und Altbau verwenden.
Die Sache mit dem Timing
Verschiedene Einflüsse stellen eine grosse Herausforderung an die Applikation von Kratz- und Waschputzen dar. Klimatische Einwirkungen wie Föhn, Bise und hohe Lufttemperaturen bewirken eine Beschleunigung der Trocknung der Verputzmasse, erzeugen Schwundrisse und können die finale Oberflächenbearbeitung massgeblich erschweren. Temperatureinbrüche bremsen den Abbindeprozess und somit die Trocknung und beeinflussen damit den Arbeitsfortschritt. Eine fundierte Planung der Arbeiten und das Studium der Wetterlage ist unerlässlich für ein erfolgreiches Resultat.
Einzigartig und inspirierend
Verschiedene Exponate in der granolexpo visualisieren die individuellen Oberflächengestaltungen von Kratz- und Waschputzen mit unterschiedlichen Körnungen, Strukturen, Farbgebungen und Zuschlagstoffen. Weitere ausführliche Informationen finden sich in der Broschüre «Kratz- und Waschputze». Sämtliche Strukturen sind zudem online unter folgender Seite einsehbar: granol.ch/oberflächen
- Was sind Kratz- und Waschputze?
Kratz- und Waschputze sind dickschichtige, mineralische und hochwertige Deckputze, die zur Veredelung von Fassaden sowie als dekoratives Element im Innenbereich eingesetzt werden können. Das auf Weisskalkhydrat, Kalkstein, Weisszement und verschiedenen Sanden basierende Verputzmaterial ist mit mineralischen Pigmenten einfärbbar und kann mit dekorativen Zuschlagstoffen oder Effektmaterialien (Glimmer, Buntglas, Glitter etc.) zusätzlich veredelt werden.
Durch die Bearbeitung mittels Kratz- oder Waschvorgang entsteht eine gleichmässige, strukturierte Oberfläche mit einzigartigem Charakter. Beim Kratzputz werden die Körner ausgekratzt und visualisieren eine Tiefenwirkung in der Oberflächenhaptik. Der Waschputz lässt die unterschiedlichen Körner und Zuschlagstoffe hervortreten.
Das Ergebnis zeichnet sich durch besondere Langlebigkeit, Robustheit und Resistenz gegenüber Witterungseinflüssen aus. Eine zusätzliche Versiegelung mit Granomin-Imprägnierung steigert die Langlebigkeit des Produkts. Die erhöhte Schichtstärke im Vergleich zu herkömmlichen Deckputzen führt zu einer signifikanten Qualitätssteigerung der Fassadenflächen. Kratz- und Waschputze gehören zu den klassischen Fassadenputzen.
- Wo werden Kratzputze oder Waschputze eingesetzt?
Kratz- und Waschputze finden hauptsächlich im Aussenbereich als mineralische Fassadenputze Anwendung. Sie eignen sich insbesondere für langlebige und witterungsbeständige Fassadenbeschichtungen mit gehobenem Anspruch, sowohl im Neubau als auch bei Renovierungen und im Denkmalpflegerischen Bereich.
Dank ihrer robusten Oberfläche und der natürlichen Optik sind sie eine beliebte Wahl für Wohnhäuser, öffentliche Gebäude und denkmalgeschützte Fassaden.
Sie sind die erste Wahl für Kunden, die an ästhetisch ansprechenden und qualitativ hochwertigen Fassaden interessiert sind.
- Wie wird ein Kratzputz verarbeitet?
Das Kratzen der ausreichend getrockneten Kratzputzoberfläche erfolgt mit einem Kratzigel oder einer speziellen Kratzscheibe. Dabei wird in kreisenden Bewegungen oder über Kreuz gearbeitet, um die typische Struktur zu erzeugen. Der richtige Zeitpunkt ist erreicht, wenn das Strukturkorn sauber herausspringt und keine Putzreste am Werkzeug haften bleiben. In der Regel wird am Nachmittag applizierter Kratzputz am nächsten Morgen gekratzt, wobei dies je nach Witterung und Trocknungsverhalten variieren kann.
Nach ausreichender Erhärtung (mind. 72 Stunden) wird die Oberfläche mit einem weichen, feinen Besen von losen Teilen gereinigt.
- Wie wird ein Waschputz verarbeitet?
Das Waschen der ausreichend getrockneten Waschputzoberfläche erfolgt mit einem grossen, saugfähigen Schwamm oder Schwammbrett. Dabei wird in kreisenden Bewegungen mit wenig Druck gearbeitet. Es wird nur so lange gewaschen, bis die Zuschlagstoffe sauber sichtbar und frei vom Bindemittelschleier sind. Der richtige Zeitpunkt ist erreicht, wenn der Waschputz durch die Wasserbehandlung und den Waschvorgang nicht mehr weich wird. Die Trocknungszeit kann je nach Witterung und Produkttyp variieren.
- Können Kratz- und Waschputze eingefärbt werden?
Kratz- und Waschputze können bis zu einem begrenzten Pigmentierungsgrad eingefärbt werden. Die Einfärbung erfolgt mit mineralischen Pigmenten direkt im Material und sorgt für eine dauerhafte, UV-beständige Farbwirkung. Eine genaue Übersicht der einfärbbaren Produkte ist in der Broschüre «Kratz- und Waschputze» zu finden.
Wir empfehlen, Wasch- und Kratzputze nachträglich mit GranoMin (mineralische Imprägnierung) oder der Sol-Silikatlasur zu beschichten, um eine noch höhere Qualität zu erzielen. Für genaue Angaben ist das technische Datenblatt (PDB) zu beachten.
- Welche Körnungen sind für Kratz- und Waschputze verfügbar?
Die besten Resultate werden bei der Verarbeitung von Körnungen von 1,5 mm bis 5 mm erzielt.
- Was kosten Kratz- und Waschputze?
Kratz- und Waschputze gehören zu den hochwertigsten Deckputzen für Fassaden. Aufgrund ihrer Langlebigkeit und der geringeren Instandhaltungskosten der Fassadenflächen amortisieren sich die Mehrkosten gegenüber einem Standard-Deckputz im Laufe der Jahre.



